Berichte der Mandatsträger

  • Ausschuss für Stadtentwicklung, -planung und Bauen (ASPB)

    Newsletter aus dem Ausschuss (ASPB)
    Die für den 20.01.2022 terminierte Sitzung des ASPB fällt aus.
    Die erste Sitzung im neuen Jahr findet am 03.02.2022 im Ratssaal der Stadt statt.
    Etwa 10 Tage vor der Sitzung werden sämtlich Unterlagen dazu im Ratsinformationssystem der Stadt Essen hinterlegt.

  • Bezirksvertretung IX

    Newsletter Nr. 1 / 2022 aus der Bezirksvertretung IX

    Der nächste Sitzungstermin der Bezirksvertretung findet am 18.01.2022 um 17.00 Uhr -coronabedingt- im Ratssaal der Stadt Essen statt. Die Anzahl der Besucher auf dem Besucherbalkon des Ratssaals ist limitiert.

    In der Beantwortung von Anfragen / Eingaben aus der Versammlung, der Parteien und aus der Bürgerschaft die Stellungnahme der Verwaltung (Denkmalamt) zum geplanten Abriss des Gebäudes „Domstuben“ in Werden von besonderer Relevanz

    Abriss des ehemaligen Kolpinghauses („Domstuben“) in Werden (TOP 12.6 der Tagesordnung)

    Hintergrund:

    Die Katholische Kirche beabsichtigt den Abriss der Domstuben und die Errichtung eines Neubaus an dieser Stelle.  Mit dem Raumprogramm des Neubaus sollen sowohl wirtschaftlichen Überlegungen der Kirche als auch Bedarfen der Stadtgesellschaft Rechnung getragen werden. Alle Parteien haben sich einem ausführlichen und gut begründeten Antrag von Bündnis 90/ die Grünen angeschlossen, der die Verwaltung zur Prüfung der Denkmalwürdigkeit der Domstuben insbesondere in ihrem städtebaulichen Zusammenhang aufgefordert hat mit dem Ziel, den Abriss infrage zu stellen.

    Den interfraktionellen Antrag und die Begründung finden Sie hier:

    Antwort der Verwaltung

    Die Antwort des Denkmalamtes in Abstimmung mit dem Amt für Denkmalpflege im Rheinland aus 12.2021 lautet darauf sinngemäß wie folgt:

    • Es handele sich NICHT um Baudenkmal im Sinne des Denkmalschutzgesetzes, da „der historische Wert des Objektes im Ganzen durch die zahlreichen Umbaumaßnahmen im Gebäudeinneren zu stark beschädigt“ wurde.
    • Das Gebäude sei im Rahmen der festgestellten Denkmalbereichs für Werden aber als „Erhaltenswerte Bausubstanz“ eingestuft worden
    • Der Denkmalbereich Werden sei aber nicht umgesetzt worden, so dass diese Einschätzung für die weitere Zukunft des Gebäudes nicht rechtswirksam sei
    • Die fehlende Umsetzung sei auf die seit 1996/97 mangelnden finanziellen und personellen Kapazitäten zurückzuführen
    • Der Eigentümer wird gebeten, den Erhalt des Gebäudes bei seinen Umbauplanungen zu berücksichtigen

    Die Stellungnahme finden sie hier

     

    Diese Stellungnahme ist äußerst unbefriedigend.

    Unsere Fragen werden sein:

    • In Essen gibt es viele unter Denkmalschutz gestellte Gebäude, die trotz unter Schutzstellung erhebliche Umbauten im Gebäudeinneren bis zum totalen Ausräumen der Substanz erfahren haben (Glück auf Haus u.a.); der Verweis auf Veränderungen im Innern ist hier wenig stringent und scheint nicht durchgängige Bewertungspraxis des Denkmalamtes zu sein; mit welcher Position können wir in Zukunft verlässlich rechnen?
    • Der Rückzug auf die Position, das Denkmalamt habe ja eine Bereichssatzung für Werden gewollt, sei aber „seit 1996/97“ an der Personalsituation gescheitert, ist bedenklich für die historische Bausubstanz in der Stadt; mit welchen Maßnahmen ist diesen Umständen seitdem begegnet worden?

    Ggf. wird noch eine interfraktionelle Abstimmung erfolgen

    Hinweis

    Die vollständigen Informationen zu Tagesordnung und Vorlagen zur Sitzung am 18.01.2022 finden Sie hier: